Smart

Smart, die Idee, das Unternehmen, die Zukunft



Sicherlich hat die Daimler Benz AG mit der Idee eines Kleinwagens, dem Smart, diese Fahrzeug-Klasse nicht nur neu erfunden sondern auch viele innovative Ansätze und Strategien eingeleitet.

Junge, kreative Studenten und „anders denkende“ Professoren, wie beispielsweise der spätere Smart Projektleiter Prof. J. Tomforde, hatten einen entscheidenden Einfluss auf die wichtigsten Konzeptionen des SMART Projektes. So wurde das Projekt an mehreren Hochschulen und Universitäten in Kassel und Pforzheim entwickelt.

Weitere wichtige Besonderheiten und den eigentlichen Stein ins Rollen, brachte der Gründer der Swatch Gruppe Nicolas G. Hayek. Er träumte schon lange von einem Swatch-Auto, das ähnlich wie seine bekannten Uhren eine auswechselbare Karosserie besaß. Daraufhin vereinbarte Hayek eine Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz oder genauer gesagt mit Daimler Benz AG. Daraus ist der Automarkenname abgeleitet worden. Der Name Smart ist folglich aus Swatch, Mercedes und Art zusammengesetzt.

Sehr auf neue, umweltfreundliche Technologien fixiert sah Hayek zudem eine enge Zusammenarbeit mit der Bahn vor. Das eigentliche Konzept war ein Smart Fahrzeug mit Elektroantrieb mittels Radnarbenmotoren. Längere Strecken sollten sich in einem speziellen Projektzusammenschluss mit der Bahn zurücklegen lassen. Allerdings gestaltete sich die Zusammenarbeit mit Mercedes Benz für Hayek immer schwieriger, da sich der Auto-Konzern konsequent gegen viele Neuerungen wie die Elektromotoren sperrte, was für den Swatch Visionär aber eine der wesentlichen Ideen hinter diesem Projekt war. Im Laufe der Entwicklung des Smart Fortwo verkaufte der Uhrenmagnat deshalb 1998 seine Anteile an Mercedes Benz.

Die Produktionsstätte für Smart Autos im französischen Hambach wird im Volksmund auch "Smartville" genannt. Hier entstehen der Smart Fortwo und seine Cabrio Variante, auch der Roadster wurde hier produziert. In Deutschland befindet sich die Verwaltungszentrale des Smart Unternehmens in Böblingen.

Die wirtschaftliche Lage für Smart ist bis zum heutigen Tag ziemlich angespannt. Neue Entwicklungen passieren kaum, die Fahrzeug-Palette musste reduziert werden. Die Produktion von Smart Roadster und Smart Forfour, die im niederländischen Born hergestellt wurden, ist nun endgültig eingestellt. Weitestgehend alle Smartcenter, mit den bekannten Smarttowern mussten Deutschlandweit geschlossen werden, das komplette Service und Händlernetz wurde durch Shop in Shop Lösungen von Mercedes Benz übernommen. So wurden die Smart Autohäuser in solchen Großstädten wie Münster, Braunschweig und Hamburg geschlossen.

Angesichts der vielen geschlossenen Smart Autosalons in Deutschland ist der Auto-Portal und gleichzeitig die Gebrauchtwagen-Börse www.autos-gebrauchtwagen.com eine gute Suchalternative. Hier inserieren täglich tausende Smart Autohändler oder private Autobesitzer ihre Autos und Gebrauchtwagen der Fahrzeug-Marke SMART. Daher ist das Angebot an Autos mehr als vielfältig und groß. Auf unserer Online Auto-Börse kann der Autokäufer auch einen älteres Smart Auto-Modell günstig kaufen. Hier sind noch Smart Fahrzeuge wie z.B. Smart Roadstar im guten Zustand erhältlich, welche nicht mehr produziert werden.

Seit dieser Umstrukturierung 2005/2006 konzentriert sich die Auto-Produktion auf den SMART Fortwo, der 2007 in seiner zweiten Generation auf den Markt kam. Seine verschiedenen Modelvarianten werden seit 2008 erstmals in den USA angeboten.

Allerdings scheinen die einst verpönten Neuerungen wie der Elektroantrieb in der aktuellen Klimadebatte langsam wieder auf reges Interesse zu stoßen. Man darf nicht vergessen, dass die Entwicklung der Automarke Smart eben auf dieser Grundlage geschah. Unlängst ist in London eine Versuchsflotte von 100 Fahrzeugen mit Elektroantrieb unterwegs, diese basieren allerdings noch auf dem Vorgängermodel des aktuellen Smart Fortwo.
Ebenfalls seit 2007 erhältlich ist der so genannte Smart Fortwo hybrid drive. Der Name sorgte zunächst für Verwirrung, da er doch ein Hybrid System suggeriert. Im Fahrzeugbau ist dies jedoch eine durchaus etablierte Bezeichnung für Start-Stopp Technik.
Derweil steht die nächste Smart Generation schon in den Startlöchern. Der Smart ED (Electric Drive) besitzt einen 30 kW starken Elektroantrieb und soll mit einem Nickelchlorid-Hochtemperatur-Akkumulator (Zebra-Batterie) eine Reichweite von ca. 115 Kilometern erzielen. 2009 beginnt in Hambach die Produktion, allerdings werden die ersten Autos ausschließlich für einen Flottenversuch in Berlin bestimmt sein, der zusammen mit RWE realisiert wird. Ab 2012 ist der Verkauf der Automarke Smart geplant.