BENTLEY
Bentley Motors Ltd ist ein nobler, britischer Automobilhersteller. Gegründet würde das Automobilunternehmen Bentley 1919 von Walter Owen Bentley. Im ersten Weltkrieg war Herr Bentley für seine Serie von Drehflugmotoren bekannt. Bei einem Besuch 1913 in der DFP-Fabrik, deren Fahrzeuge Herr Bently zusammen mit seinem Bruder vertrieb, fielen Walter einige Aluminiumausgangsteile in Form von Kolben auf. Das brachte ihn auf die Idee das leichtgewichtige Metall Aluminium statt Gusseisen für Motorkolben zu verwenden. So wurden die ersten Aluminiumkolben von Bently in Flugzeugtriebwerken für Sopwith Camel während des ersten Krieges eingesetzt.
Seit 90 Jahren wird schon die Idee von Bentley, Motorkolben aus Leichtmetall zu bauen in nahezu allen Firmen verwendet, die sich auf das Motorbau spezialisieren.
W.O.Bentley patentierte selbstverständlich seine Entdeckung und konnte 1919 von dem daraus erzieltem Geld sein erstes Auto, den 3-Liter Bentley herausbringen. Seitdem war die Firma Bantley geboren. Allerdings konnten die ersten Bentley-Fahrzeuge erst 1921 verkauft werden, weil zunächst ausführliche Test mit den jeweiligen Wägen durchgeführt werden mussten. Zu der Zeit galt der Super Sports mit meisterhaften 160 km/h als das schnellste Auto unter übrigen 3-Liter-Bentleys.
1925 geriet Bentley-Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten. Letztendlich zerstörte die Weltwirtschaftskrise die Nachfrage nach großen, luxuriösen und nicht weniger teueren Fahrzeugen der Bentley-Automarke. Schließlich kaufte 1931 der andere luxuriöse britische Autohersteller das bankrott gewordene Bentley-Unternehmen.
Lediglich „Bentley Boys“, eine Gruppe von wohlhabenden Motorradfahrern konnten den guten Ruf der Bentley-Automarke durch ihre Siege im Rennen von Le Mans aufrechterhalten.
Der Kraftfahrzeughersteller „Rolls Royce“ hatte Bentley geheim durch eine Firma namens The British Central Equitable Trust gekauft. Dem Autounternehmen war nicht mal die Identität des Käufers bekannt, bis das Geschäft vollendet war.
Als 1933 ein neues Bentley mit 3½-Liter auf dem Markt erschien, sah es wie eine sportliche Version des Rolls Royce 20/25 aus. Trotz der Enttäuschung einiger traditionell orientierter Kunden wurde jedoch das neue Modell vom Publikum erfolgreich angenommen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion von Rolls-Royce und Bentley-Fahrzeugen zu einer ehemaligen Kriegsmotorfabrik nach Crewe, Cheshire verlegt. Äußerlich ähnelte Bentley zunehmend Rolls Royce, zumal der kennzeichnende Grill fehlte und der Preis beträchtlich herabgesetzt wurde. In 70-er und 80-er Jahren sind die Verkaufszahlen sehr stark zurückgegangen, sodass nur 5 % der Rollce Royce- Produktion das Emblem „Bentley“ trug. In den 1980er Jahren wurde Bentley wieder eine separate, leistungsstarke Autolinie. Dies unterstrich der neue sportlich angelegte Bentley Mulsanne. Das neue sportliche Image erweckte ein neues Interesse an der Automarke Bentley und die Verkäufe stiegen an.
1998 erfolgt die Übernahme des Rolls Royce und Bentley Motors durch den Volkswagen-Konzern.
2002 bot Bentley Königin Elizabeth II für die Feier des Goldenen Jubiläums eine offizielle Staatslimousine an. Heute ist die Automarke Bentley der offizielle Hoflieferant der britischen Königsfamilie.
2003 wurde die Produktion mit dem zweitürigen Kabriolett, dem Bentley Azure eingestellt. Daraufhin führte die Firma eine zweite Linie ein, die von Dirk van Braeckel entworfen war. Die neue Linie, der Bentley Continental GT stellte ein großes Luxuscoupé dar, welches von einem W12 Motor betrieben wurde.
Die Nachfrage nach dem neuen Bentley-Modell war so hoch wie noch nie gewesen. Trotz der Kapazität von 9500 Fahrzeugen pro Jahr war die Fabrik nicht im Stande alle Bestellungen zu erfüllen. Außerdem gab es eine Warteliste und man musste über ein Jahr auf die Lieferung von bestellten Bentleys warten
Folglich wurde ein Teil der Produktion des neuen Flying Spur (Fliegender Sporn), einer viertürigen Version des Kontinentalen GT in die Fabrik nach Deutschland verlegt, wo das Luxusauto von Volkswagen Phaeton auch gesammelt wird. Schließlich ging die Produktion Ende 2006 nach Crewe zurück.
Im April 2005 bestätigte Bentley seine Pläne, ein Cabrio mit 4-Sitze-Modell - das Azure hervorbringen, das auf den Prototyp von Arnage Drophead Coupe zurückzuführen ist. Bevor Herbst wurde schon die Cabrioversion des erfolgreichen Continental GT, der Continental GTC, präsentiert. Diese zwei Modelle wurden gegen Ende 2006 erfolgreich gestartet. Die Flying Spur und Continental GT Speed stellen wieder, wie schon in den 1950er Jahren, mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 300 km/h die schnellste Serie gefertigter Limousine bzw. viersitzige Coupé dar.
Seit 2007 ist zudem auf Basis des Bentley Azure der Coupé Booklands erhältlich. Mit rund 537 PS und über 1000 Nm Drehmoment stellt der neue Wagen mehr Leistung als der stärkste Bentley Arnage. Das Fahrzeug gehört zur limitierten Serie (550 Stück) und hatte ein erfolgreiches Debüt auf Genfer Automobilausstellung.
Seit 2009 brachte Bentley in Kooperation mit einem italienischen Designerunternehmen eine Reihe von Kleinfahrzeugen namens GT-Zagato heraus.
So alles in einem ist die Luxusautomarke Bentley trotz all der geschichtlichen Schwierigkeiten heutzutage sehr erfolgreich. Dies belegen eindeutig die Verkaufszahlen. 2007 wurde die jährliche Verkaufsschwelle zum ersten Mal in der Geschichte des Bentley-Unternehmens deutlich überschritten: In einem Jahr verkaufte Unternehmen 10.014 Bentleys.
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